Unsere Garten-Tipps!
Mähen statt Blasen
Den Rasen sollte man auf jeden Fall frei von Laub halten. Die bedeckten Stellen werden sonst gelb. Mit dem Rasenmäher geht das weit einfacher als mühsam mit der Harke. Weiterer Vorteil: Das Laub wird auch gleich zerkleinert und mit dem Rasenschnitt vermischt. Dies ist eine gute Basis für die spätere Verrottung auf dem Komposthaufen. Selbst auf dem Hof kann der Rasenmäher als "Laubsauger" eingesetzt werden. Allerdings sollte der Boden unbedingt eben sein, damit der Mäher nicht mit dem Schneidwerk aufsetzt.Guter Frostschutz
Laub kann im Garten an manchen Stellen ruhig liegen blieben - zum Beispiel auf Gemüsebeeten, Blumenrabatten oder unter Bäumen und in Gebüschen. Auch Kräuter wie Rosmarin oder Lavendel freuen sich über die so gebildete Schutzschicht im Winter. Die Laubdecke darf ruhig zehn Zentimeter dick sein, um die darunterliegenden Pflanzen beim Überwintern zu schützen.Wertvoller Kompost
Am besten wird auf dem Komposthaufen über das Laub etwas Erde gestreut. Dies beschleunigt die Verrottung und verhindert, dass der Wind die Blätter davon weht. Durch die Kompostierung werden die wertvollen Nährstoffe im Laub wieder dem Boden zugeführt.Bodendecker brauchen Luft
Immergrüne Bodendecker wie Efeu sollten zumindest teilweise von Laub befreit werden, da sie sonst zu wenig Luft, Licht und Feuchtigkeit erhalten.Gehwege regelmäßig räumen
Im Allgemeinen kann man mit dem Laubrechen ruhig warten, bis die Bäume alle Blätter verloren haben. Eine Ausnahme sind öffentliche Gehsteige. Diese müssen durch die Anwohner von Laub freigehalten werden.Insekten- und Igelhotel
Ein paar Laubhaufen im Garten sind gut für die Tierwelt. In ihnen finden Igel und andere nützliche Kleintiere einen Unterschlupf. Dafür sollte der Blätterhaufen mit etwas Reisig aufgelockert werden.Dachrinne reinigen
Hausbesitzer sollten daran denken, die Regenrinne auf dem Dach vom Laub zu befreien, damit die Ablaufrohre nicht verstopfen. Im Baumarkt gibt es praktische Schutzgitter zu kaufen, die über der Rinne befestigt werden. Das Laub sammelt sich dann gar nicht mehr in der Dachrinne an, sondern wird vom nächsten Windstoß wieder vom Dach geblasen.Gartenteilch vor Laub schützen
Wer einen Teich hat, muss auch hier das Laub regelmäßig heraus fischen. Verrottende Pflanzenreste reduzieren den Sauerstoffgehalt im Wasser und gefährden so Fische und Frösche. Ist der Gartenteich relativ klein, kann man auch ein spezielles Netz darüber spannen.Tod im Laubsauger
Laubsauger sind eine feine Sache für den Gärtner. Weniger allerdings für die Natur. Denn unter dem Laub können sich kleine Tiere und Insekten verbergen, die dann mit aufgesaugt werden. Oft ist im Sauger ein Häcksler integriert - der sichere Tod für Käfer, Spinnen und Amphibien. Dabei sind diese Tiere oft sehr nützlich und wichtig für das biologische Gleichgewicht im Garten, weil sie sich beispielsweise von Schädlingen ernähren.Tipps für einen optimalen Baumschnitt
Früh treibende Bäume im Spätherbst oder Frühwinter beschneiden
"Wer Bäume wie Kugelahorn, Robinie, Birke oder Walnussbaum erst im Frühling stutzt, riskiert, dass sie nicht richtig wachsen", weiß der Gartenbautechniker Jörg Eggert. Die Gewächse treiben früh aus oder bluten beim Schneiden stark. Mit dem austretenden Saft verlieren sie Nährstoffe, was wiederum das Baumwachstum beeinträchtigt. Im Herbst enthält der Baum weniger Saft, verliert durch den Baumschnitt also auch weniger Nährstoffe. Für früh austreibende Gehölze ist der Winterschnitt wichtig, damit sie genug Zeit haben sich zu erholen und schön auszutreiben.Obstbäume im Winter zurückschneiden
Obstbäume sollten stets in ihrer Ruhephase, also in den Wintermonaten Dezember bis Februar, geschnitten werden. Man sollte aber darauf achten, den Obstbaumschnitt nicht bei frostigen Temperaturen durchzuführen. Wer zu spät schneidet, riskiert, dass der Baum nicht richtig austreibt und nur wenige Früchte trägt.Sommerschnitt für Laubbäume
Bei Bäumen, die sehr stark wachsen, aber nur wenige Früchte tragen, hat sich ein Sommerschnitt bewährt. Hierbei werden vor allem die so genannten Wasserschosse, also die steil nach oben wachsenden Triebe, die das Bauminnere verdichten, entfernt.Sommerschnitt nicht zu früh
Vor August sollte man den Sommerschnitt keinesfalls ausführen. Der Grund: Die Bäume könnten sonst noch einmal austreiben. "Ein später Neuaustrieb schadet den Gewächsen, da die Zweige bis zum Winter nicht stark genug werden", sagt der Gartenprofi. Es drohen Frostschäden.Immergrüne Bäume im Frühling schneiden
Auch bei immergrünen Gehölzen erfolgt der Schnitt am besten nicht im Winter, sondern in den Frühjahrsmonaten März oder April.Lieber zu viel als zu wenig abschneiden
Aus Angst dem Baum zu schaden, schneiden sehr viele Hobbygärtner zu wenig ab. Wie so oft ist Angst auch hier ein schlechter Ratgeber. Gerade diese Vorsicht schadet dem Gewächs. Die Äste wachsen nicht richtig nach und bleiben schwach, wenn sie nicht ausreichend zurückgestutzt wurden. Wer zu viel abschneidet, schadet dem Baum hingegen nicht. "Schlimmstenfalls verliert die Baumkrone ihre schöne Form", erklärt Eggert. Als Faustregel gilt: Ein Drittel des Triebes muss abgeschnitten werden. Die Äste von Obstbäumen können sogar um die Hälfte zurückgeschnitten werden.Oberhalb der Knospe schneiden
Beim Stutzen sollte man darauf achten, den Zweig immer über der Knospe abzuschneiden. Wer unterhalb der Knospe schneidet, riskiere Pilzbefall, warnt der Garten-Experte Eggert.Das richtige Werkzeug
Die idealen Werkzeuge sind entscheidend beim Baumschnitt. Sonst kann es zu Verletzungen und Quetschungen kommen und der Baum kann krank werden. Kleine Bäume bearbeitet man am besten mit einer Rosenschere oder einer kleinen Baumschere. Bei größeren Bäumen, deren Stamm etwa drei Finger dick ist, sollte man zu einer Kneifschere greifen. "Bei Bäumen, deren Stämme etwa armdick sind, ist eine Bügelsäge oder einer Säge mit feiner Zahnung die richtige Wahl", sagt Eggert.Zweige gerade abschneiden
Wichtig ist, dass man Äste und Triebe gerade abschneidet, damit das Holz nicht ausfranst. Dazu am besten den Schnitt leicht schräg nach außen ausführen. Dadurch kann die Schnittöffnung besser wieder zuwachsen und der Baum ist vor Pilzbefall geschützt.Allzu dichten Wuchs vermeiden
Damit der Baum genug Licht und Sauerstoff bekommt, sollten Triebe, die sich kreuzen oder parallel wachsen, bis auf einen Trieb alle entfernt werden. Abschneiden sollte man auch Triebe, die in die Mitte wachsen oder die zu nah am Leittrieb stehen. Auch abgestorbene, tief sitzende und kranke Äste müssen entfernt werden. "Wer diese Regeln beachtet, kann nichts falsch machen", sagt Eggert.Schwache Äste, Schösslinge und Wildtriebe abschneiden
Zweige mit schwacher Verbindung zum Stamm oder dem nächsten starken Ast müssen geschnitten werden, damit sie nicht abbrechen. Auch Schösslinge gilt es zu entfernen. Sie wachsen am Fuß des Baums und können das Baumwachstum stören. Gleiches gilt für Wildtriebe, die meistens senkrecht auf Ästen oder Stamm wachsen.Der eigene Kompost
Das darf zum Kompost
- Abfälle aus dem Garten: ganze Pflanzen, Laub, Hecken- und Baumschnitt.
- Organische Abfälle aus dem Haushalt: Blumen, Obstreste, Gemüse, Kartoffeln, Kaffee- und Tee Satz, Eierschalen, Holzasche, sogar Zeitungspapier in kleinen Mengen.
- Sonstige organische Abfälle: Einstreu und Mist aus der Kleintierhaltung, Stroh und Sägespäne.
Das darf nur bedingt zum Kompost
- Kranke Pflanzenteile, samentragende Unkräuter und Wurzelunkräuter werden nur bei Temperaturen von 55 °C (Heißrotte) über mehrere Wochen ausreichend abgetötet. In der Regel werden solch hohe Temperaturen bei der Eigenkompostierung nicht über den gesamten Zeitraum hinweg erreicht. Damit Krankheitserreger und Unkrautsamen nicht wieder in den Garten gelangen, sollten diese Pflanzen daher nicht kompostiert werden.
- Pflanzliche Essensreste werden nur dann kompostiert, wenn der Kompost vor Ungeziefer geschützt ist, beispielsweise im Kompostsilo. Außerdem ist eine Heißrotte notwendig. Fleischreste gehören nicht auf den Kompost.
- Grobe Abfälle, wie beispielweise Strauch- und Baumschnitt, sollten vor der Kompostierung in bis zu fünf Zentimeter lange Stücke zerkleinert werden. So finden die Mikroorganismen eine große Oberfläche vor und können das Material schneller zersetzen.
Das darf nicht in den Kompost
- Stoffe wie Glas, Metalle, Kunststoffe oder Textilien
- Materialien, die Schadstoffen enthalten können, wie beispielweise der Inhalt von Staubsauger Beuteln, Brikett- und Kohlenasche oder Straßenkehricht.
Kompost nicht vor Witterung geschützt
Sowohl brennende Sonne als auch starke Niederschläge beeinträchtigen das Ergebnis. Am besten geeignet ist ein Platz im Halbschatten, der zugleich möglichst windgeschützt sein sollte.Der falsche Untergrund
Der Kompost sollte von unten Kontakt zum Erdreich haben. Nur so können Würmer und andere nützliche Tiere in den Haufen einwandern. Ein Untergrund aus Stein oder Beton ist also ungeeignet. Ideal ist eine Basis aus Rindenmulsch. Sie verhindert Nässestau und Fäulnis.Die falsche Zusammensetzung
Ein Komposthaufen ist keine Biomülldeponie, auf die man einfach das hinaufwirft, was gerade an organischen Abfällen da ist. Für ein bestmögliches Ergebnis braucht es eine gute Mischung: Rasenschnitt, Kräuter und Gemüseabfälle sollten sich mit holzigen Abfällen wie Strauchresten und altem Laub die Waage halten.Zu grober Abfall
Egal ob Astschnitt oder Gemüseabfälle: Was immer auf den Kompost kommt, sollte gut zerkleinert sein. Ein ganzer Kohlkopf kann von den Mikroorganismen im Komposthaufen schlechter zersetzt werden als derselbe Kohlkopf, der zuvor gut zerkleinert wurde.Eine schlechte Durchmischung
Vor allem größere Haufen sollten regelmäßig durchmischt werden. So stellen Sie sicher, dass nicht in bestimmten Bereichen des Haufens Grünabfälle wie Rasenschnitt und in anderen holziger Abfall dominiert.Eine schlechte Durchlüftung
Das regelmäßige Umsetzen sorgt auch für eine ausreichende Belüftung. Sie ist unerlässlich für den Zersetzungsprozess. Neben dem Umsetzen sollte man darauf achten, dass der Kompost nach allen Seiten hin Öffnungen für Luft aufweist.Magnet für Ratten und andere Nager
Ratten und andere Nager können angezogen werden, wenn Sie gekochte Speisereste oder gar Fleisch auf den Kompost geben. Letzteres gehört einfach nicht auf den Kompost. Wenn Sie gekochtes Gemüse verwerten wollen, sollten Sie den Kompost gut gegen unerwünschten Zugriff durch Nager sichern. Die seitlichen Lüftungsöffnungen müssen klein genug sein und der Haufen von unten durch ein Gitter gesichert werden.Fliegenplage
Die kompostierten Abfälle können Fliegen anziehen. Damit die Insekten nicht zur nervigen Plage werden, sollten Sie den Haufen regelmäßig auflockern. Abfälle, die Fruchtfliegen anziehen können, also vor allem Speisereste, sollten nicht offen auf dem Haufen liegen, sondern möglichst mit schon angerotteten Bestandteilen des Komposthaufens abgedeckt werden.Kompost zu nass
Der Haufen sollte auch nie triefnass sein. Das begünstigt Fäulnis. Grund für zu viel Nässe ist in der Regel, dass der Haufen nicht ausreichend gegen Witterung geschützt ist oder dass der Kompost nicht genügend durchlüftet wird.
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